Sieg in Stuttgart! Wizards drehen im Schlussviertel auf


Die io College Wizards kehren mit einem 70:66-Auswärtssieg beim MTV Stuttgart zurück und feiern damit den zweiten Erfolg in Folge. In einer über weite Strecken holprigen Partie sichern sich die KIT Basketballer den Sieg dank einer deutlichen Leistungssteigerung im Schlussviertel. Bis dahin fehlt es vor allem offensiv an Struktur und Spielfluss. Mit mehr Intensität in der Defensive und konsequenteren Aktionen in der entscheidenden Phase gelingt schließlich die Wende.

„Wir haben es uns über weite Strecken selbst sehr schwer gemacht, vor allem, weil wir uns nicht konsequent an unseren Gameplan gehalten haben. Wir wollten immer wieder das gewisse Extra machen, haben von der ersten Minute an übermotiviert agiert und nie wirklich unseren Rhythmus gefunden. Im letzten Viertel haben wir es dann geschafft, die Intensität in der Defensive zu steigern und offensiv endlich entschlossener aufzutreten. Das hat uns 28 Punkte im Schlussviertel und letztlich den Sieg eingebracht“, so Headcoach Zoran Seatovic.

Aufholjagd nach schwachem Start

Nach dem gewonnenen Sprungball finden die Wizards zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Die Gastgeber aus Stuttgart treten entschlossener auf und nutzen die Lücken in der Karlsruher Defensive konsequent aus. Eine schnelle 9:2-Führung zwingt die KIT Basketballer bereits nach zwei Minuten zur ersten Auszeit. Bis dahin kommen die Stuttgarter zu einfachen Punkten, während die Wizards defensiv kaum Widerstand leisten.

Nach der kurzen Unterbrechung zeigen sich die Gäste deutlich verbessert und starten eine Aufholjagd. Mit mehr Energie gelingt es den KIT Basketballern, den Rückstand aufzuholen und das Spiel wieder an sich zu ziehen. Trotz einiger individueller Fehler auf beiden Seiten entscheiden die Wizards das erste Viertel für sich und gehen mit einer 18:15-Führung in den zweiten Abschnitt.

Im zweiten Viertel gelingt es den Karlsruhern jedoch nicht, an diese Phase anzuknüpfen. Zu wenig Bewegung in der Offensive und eine phasenweise träge Defensive spielen den Gastgebern in die Karten. Die Wizards machen sich das Leben mit schwierigen Einzelaktionen zusätzlich schwer, während Stuttgart zunehmend die Kontrolle übernimmt. So drehen die Gastgeber die Partie und gehen mit einer 34:30-Führung in die Halbzeitpause.

Wizards finden zunächst keine Antwort

Auch nach dem Seitenwechsel ändert sich das Bild kaum. Die Offensive der Wizards bleibt von schwierigen Einzelaktionen geprägt, während der Spielfluss weiterhin fehlt. Vor allem Jamyus Jones, Tom Arkan und Vitalii Malchevskyi übernehmen in dieser Phase Verantwortung. Insgesamt gelingt den Karlsruhern im dritten Viertel jedoch lediglich ein Ertrag von zwölf Punkten.

Zu Beginn des Schlussabschnitts scheint eine Wende zunächst nicht in Sicht. Mit einem Dreier zum 52:44 bauen die Stuttgarter ihren Vorsprung weiter aus. Die Wizards halten die Gastgeber mit einer etwas verbesserten Defensive zwar in Reichweite, doch die Partie bleibt auf beiden Seiten zerfahren. Erst allmählich bringen die Karlsruher mehr Energie aufs Parkett und erhöhen den Druck.

Ein 10:2-Lauf bringt die Entscheidung

Die entscheidende Phase beginnt in den letzten vier Minuten. Beim Stand von 62:55 starten die Wizards einen 10:2-Lauf und drehen die Partie. Wichtige Dreier von Vitalii Malchevskyi und Vincent Hennen bringen die Gäste zurück ins Spiel. Jamyus Jones und Tom Arkan setzen anschließend weitere Akzente, attackieren entschlossener den Korb und schaffen Räume für bessere Abschlüsse.

Mit 65:64 übernehmen die KIT Basketballer die Führung. Stuttgart reagiert mit einer Auszeit, doch die Wizards wirken nun frischer und verteidigen aggressiv. Ein Buzzerbeater von Mitrovic bringt die Gastgeber noch einmal mit 66:65 nach vorne und sorgt für zusätzliche Spannung.

Die Antwort der Karlsruher lässt nicht lange auf sich warten: Vincent Hennen zieht entschlossen zum Korb und erzielt wichtige Punkte zur erneuten Führung. Stuttgart findet anschließend keine Antwort und muss den schnellen Gegenangriff der Wizards mit einem Foul stoppen. Tom Arkan verwandelt einen seiner beiden Freiwürfe zum 68:66.

Damit bleibt den Gastgebern noch eine letzte Chance. Doch Jamyus Jones sichert sich den entscheidenden Rebound und wird fünf Sekunden vor Schluss gefoult. An der Freiwurflinie behält er die Nerven, verwandelt beide Versuche und stellt den 70:66-Endstand her.

Zweiter Sieg in Folge – klare Aufgaben für die Trainingswoche

„Wir haben uns den Sieg erkämpft und trotz keiner guten Leistung nie aufgegeben. Das ist das Positive und das Wichtigste. Alles andere können wir in der Woche angehen. Was wir dringend verbessern müssen, ist das Team-Rebounding. Hier haben wir noch viel Luft nach oben“, fasst Headcoach Seatovic zusammen.

Mit dem zweiten Sieg in Folge nehmen die io College Wizards wichtige Punkte aus Stuttgart mit. Gleichzeitig zeigt die Partie deutlich, woran das Team in der kommenden Trainingswoche arbeiten muss: mehr Konsequenz im eigenen Spiel, bessere Abstimmung und vor allem mehr Geschlossenheit beim Rebound.