Dämpfer zum Auftakt! Wizards verlieren in Stuttgart


Die io College Wizards erwischen beim Aufsteiger in Stuttgart einen klassischen Fehlstart und müssen sich zum Saisonauftakt mit 59:54 geschlagen geben.

Die personelle Situation unter dem Korb war bereits vor Saisonbeginn nicht optimal. Vitalii Malschevskyi, mit 2,03 Metern eine wichtige Option unter den Brettern, musste am Mittwoch vor dem Spiel aufgrund einer Muskelverletzung passen.

„Uns war bereits zu Beginn der Saison bewusst, dass wir unter dem Korb nicht optimal aufgestellt sein werden. Niklas Weise hatte uns zugesagt und war entsprechend eingeplant. Da er zu Beginn der Vorbereitung nicht zum Team gestoßen ist, haben wir ihm zunächst etwas Zeit gegeben und auf eine Rückmeldung gewartet. Diese ist leider ausgeblieben, wodurch unsere Kaderplanung erschwert wurde. Wir haben deshalb frühzeitig begonnen, nach einer Alternative zu suchen. Eine passende Lösung auf der Big-Position zu finden, ist allerdings nicht einfach, da Spieler mit dem gesuchten Profil nur begrenzt auf dem Markt sind. Wir sind aber zuversichtlich, zeitnah einen neuen Spieler auf dieser Position vorstellen zu können“, erklärt Geschäftsführer und Headcoach Zoran Seatovic.

Trotz der personellen Situation waren die Karlsruher als Favorit nach Stuttgart gereist. Gleichzeitig war klar, dass die Gastgeber keinesfalls unterschätzt werden durften. Mit Lars Berger, Christoph Walz und Adrian Golder verfügt Stuttgart über ein Trio mit ProB-Erfahrung.

Katastrophaler Start

Von dem notwendigen Respekt vor dem Gegner war im ersten Viertel allerdings wenig zu sehen. Die Wizards erwischten einen schwachen Start und fanden weder offensiv noch defensiv ihren Rhythmus. Stuttgart war der Wille deutlich anzumerken, das erste Heimspiel der Saison für sich zu entscheiden. Die Karlsruher fanden darauf zunächst keine ausreichende Antwort. Im zweiten Viertel wurde zunehmend deutlich, dass die Partie kein Selbstläufer werden würde. Die Wizards rückten enger zusammen und versuchten, über die Defensive ins Spiel zu finden. Offensiv lief allerdings weiterhin wenig zusammen, nahezu jeder Punkt musste hart erarbeitet werden.

Eine kleine Aufholjagd brachte die Karlsruher zwar näher heran, doch von den Leistungen aus der Vorbereitung war die Mannschaft weiterhin entfernt. In einem insgesamt punktarmen Offensivspiel ging es mit einem 35:25 für die Gastgeber in die Halbzeitpause.

Defensive wird zum entscheidenden Faktor

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie punktarm. Beide Mannschaften investierten viel in die Defensive, wobei die Wizards nun zunehmend besser dagegenhielten. Impulse von Michael Acosta und Tom Arkan sorgten zwischenzeitlich für ein kleines Aufbäumen.

Immer wieder gelangen wichtige defensive Stops. Allerdings konnten diese zu selten in Punkte umgewandelt werden. Gleichzeitig ließen die Wizards mehrere einfache Chancen ungenutzt.

Mit 45:40 ging Stuttgart in das letzte Viertel.

Chance auf die Wende bleibt ungenutzt

Auch im Schlussabschnitt blieb die Partie eng. Die Wizards kämpften sich weiter heran und brachten die Gastgeber zunehmend ins Wackeln. Beim Stand von 52:50 bot sich den Karlsruhern die Chance auf den Ausgleich und damit die Möglichkeit, das Spiel noch zu drehen.

Doch auch diese Gelegenheit blieb ungenutzt. Stuttgart agierte in der entscheidenden Phase etwas effektiver, verteidigte den knappen Vorsprung und brachte die Partie schließlich mit 59:54 über die Ziellinie.

„Trotz der personellen Situation müssen wir die sportliche Leistung selbst einordnen. Vor allem im ersten Viertel haben wir nicht die Intensität und Konsequenz gezeigt, die wir uns vorgenommen hatten. Danach haben wir besser ins Spiel gefunden, defensiv stabiler agiert und uns zurückgekämpft. Am Ende hat es trotz der Aufholjagd nicht mehr gereicht“, so Headcoach Zoran Seatovic.

Damit starten die io College Wizards mit einer knappen Niederlage in die neue Saison. Die Möglichkeit zur Wiedergutmachung gibt es bereits beim ersten Heimspiel der Saison.