Saisonrückblick 2025/2026


Mehr als Siege und Niederlagen – eine echte Reise.

Bereits zwei Wochen sind seit den Playoffs und den Finals vergangen, doch die Erinnerungen sind noch immer frisch. Genau jetzt ist die beste Zeit, um die Geschehnisse auf und neben dem Feld zu reflektieren und gleichzeitig den Blick auf die kommende Saison zu richten.

Die Vorbereitungsphase verlief für die io College Wizards äußerst positiv. Schon früh entwickelte das Team den notwendigen Zusammenhalt und Teamspirit. Die Vorbereitungsspiele wurden erfolgreich absolviert und die Wizards starteten stark in die Saison. Das Ergebnis war eine sehr erfolgreiche Vorrunde — obwohl der Kader im Laufe der Saison mehrfach angepasst werden musste.

Nach dem vierten Spieltag trennten sich die Wizards und der US-Amerikaner Zoelin Pair einvernehmlich. Die entstandene Lücke konnte direkt durch Youngster Rasmus Menger geschlossen werden. Doch der vielversprechende Start wurde abrupt durch eine schwere Knieverletzung von Menger gestoppt, die gleichzeitig das Saisonende für ihn bedeutete. Die Wizards waren erneut gezwungen, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden.

Mit Vitalyi Malchevskyi fand das Team schnell eine Lösung. Der erfahrene Guard brachte sofort seine Qualität und Erfahrung ins Spiel ein. Auch die Verpflichtung von Goran Dosan sorgte für zusätzliche Tiefe im Kader — insbesondere mit Blick auf die mögliche Playoff-Phase und die intensive Endphase der Saison. Bereits im Februar verließ Dosan das Team jedoch auf eigenen Wunsch wieder.

Die Rückrunde verlief insgesamt etwas holpriger. Der Start ins Jahr 2026 lief nicht wie geplant. Eine Krankheitswelle und mehrere Verletzungen trafen die KIT-Basketballer hart, was sich zwangsläufig auch in den Ergebnissen widerspiegelte.

„Wir hatten in dieser Phase zwei bis drei Niederlagen, die so nicht eingeplant waren. Die Trainingssituation und die vielen Ausfälle haben sich natürlich in den Spielen gezeigt. Aber wir haben diese Phase mental stark gemeistert und rechtzeitig wieder die Kurve bekommen“,
sagte Headcoach und Geschäftsführer Seatovic.

Rechtzeitig zum entscheidenden Spiel um den letzten Playoff-Platz fanden die io College Wizards wieder zu alter Stärke zurück. In Saarlouis gelang dem Team ein spektakulärer Erfolg: Nach einem 19-Punkte-Rückstand kämpften sich die Wizards zurück, erzwangen die Verlängerung und sicherten sich am Ende das letzte Ticket für die Playoffs.

Dort wartete mit Schwenningen ein starker Gegner. Im ersten Spiel trafen die Panthers in den entscheidenden Momenten die besseren Entscheidungen und sicherten sich den Sieg. Das zweite Spiel wurde den Wizards anschließend aufgrund eines Formfehlers der Panthers zugesprochen.

Das entscheidende dritte Spiel in Schwenningen entwickelte sich für die Wizards zu einer ungewöhnlichen und teilweise unangenehmen Auswärtsreise. Trotz einer spürbar kühlen Atmosphäre außerhalb des Feldes ließ sich das Team davon sportlich nicht beeinflussen. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel übernahmen die Wizards die Kontrolle über die Partie und dominierten die Begegnung in der Deutenberg-Halle. Der Finaleinzug war perfekt.

Im Finale warteten die Ravens aus Reutlingen. Vor rund 1.400 Zuschauern lieferten sich beide Teams im ersten Spiel ein hochklassiges Duell, das die Ravens am Ende für sich entscheiden konnten. Im zweiten Spiel präsentierten die Wizards vor ausverkauftem Haus in der Friedrich-List-Halle ihre ganze Stärke und glichen die Serie eindrucksvoll aus. Spiel drei gehörte schließlich den Gastgebern aus Reutlingen, die mit mehr Energie auftraten und sich die Meisterschaft sichern konnten.

„Was diese Finalserie außerhalb des Spielfelds ausgelöst hat, war einmalig für die Liga. Volle Hallen, großartige Stimmung und vor allem richtig guter Basketball. Das Interesse war enorm — auch außerhalb des Spielfelds. Dass uns bei Auswärtsspielen 50 bis 60 Fans begleitet haben, war für uns ein unglaublicher Support. Es war eine einmalige Reise“,
so Seatovic.

Ein besonderer Dank gilt allen Helfern, Sponsoren, Partnern und Unterstützern, die diese Saison möglich gemacht haben — sowohl auf als auch neben dem Feld. Ohne euch wäre eine solche Saison nicht realisierbar gewesen.

„So eine lange Saison ist nicht nur für die Spieler anstrengend. Das Team hinter dem Team ist unsere tragende Säule und wir sind für jeden einzelnen Spieltag dankbar“,
betonte Kapitän Stefan Ilzhöfer.

Die Vorbereitungen auf die kommende Saison laufen bereits auf Hochtouren. Die io College Wizards arbeiten auf allen Ebenen daran, auch die Saison 2026/2027 wieder zu einem besonderen Highlight zu machen.