Negativserie hält an – Wizards verlieren knapp in Mainz
Die io College Wizards konnten auch am gestrigen Samstag nichts Zählbares aus Mainz mitnehmen. In einem turbulenten Spiel verlieren die Wizards ganz knapp und konnten die Einzelvorstellung von Nico Brauner nicht stoppen.
Der Tip-off gehörte den KIT-Basketballern und bereits der erste Angriff verlief nach Plan. Direkt danach brauchten beide Teams etwas länger, um ihr Spiel durchzusetzen, was zunächst auf ein Low-Scoring-Game hindeutete. Die Wizards hielten sich an ihren Gameplan und verteidigten sehr ordentlich. Nur wie in den letzten Spielen wollten die gut herausgespielten Würfe einfach nicht ihr Ziel finden. Einzig in der Defensive konnten die Wizards überzeugen und hielten einen kleinen Vorsprung über das gesamte Viertel.
Das erste Viertel ging mit einem niedrigen 14:11 an die Wizards.
Der zweite Abschnitt verlief ähnlich und keines der Teams konnte wirkliche Impulse setzen. Das Team um Kapitän Stefan Ilzhöfer zeigte immer wieder Ansätze und erkämpfte sich kleine Läufe, auf die die Gastgeber jedoch stets eine direkte Antwort fanden. Mit einem knappen 35:33 aus Sicht der Wizards ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Hälfte gelang es beiden Teams nicht, ihr Spiel entscheidend zu steigern. Kleine Runs auf beiden Seiten prägten das dritte Viertel. Die Wizards blieben weiterhin – wenn auch nur knapp – vorne und gingen mit einer 56:55-Führung in den Schlussabschnitt.
Im letzten Viertel starteten die Wizards deutlich besser ins Spiel, angeführt von Vincent Hennen, Stefan Ilzhöfer und Tom Arkan. Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende gelang den Wizards eine 68:60-Führung, woraufhin die Gastgeber mit einer Auszeit reagierten.
Nach der Auszeit folgte jedoch eine vierminütige Flaute, in der keines der Teams den Weg zum Korb fand. Das Spiel entwickelte sich immer mehr zu einer Defensivschlacht.
„In dieser Phase habe ich einige Entscheidungen nicht verstanden und habe die bisherige Linie der Unparteiischen vermisst. Gleichzeitig haben wir uns offensiv sehr schwergetan, den Lauf beizubehalten, und sind komplett aus dem Rhythmus geraten. Das Momentum hat sich dann in Richtung Mainz gedreht, vor allem durch Nico Brauner“, so Seatovic.
Drei Minuten vor dem Ende und bei einer 72:66-Führung der Wizards standen die Aktien für die KIT-Basketballer eigentlich noch gut. Doch die Gastgeber, angeführt von Nico Brauner, zeigten eine starke Reaktion. Ein schneller Dreier brachte die Mainzer wieder auf Schlagdistanz. In der Offensive agierten die Wizards anschließend hektisch und suchten vermehrt Abschlüsse aus der Distanz, die jedoch nicht fielen. Im Gegenzug traf Mainz erneut von außen.
Die Offensive der Wizards blieb weiterhin stumm, während die Gastgeber das Tempo hochhielten. Nico Brauner wurde schließlich beim Dreipunktwurf gefoult und verwandelte alle drei Freiwürfe zur 74:72-Führung für Mainz.
Die Wizards nahmen sofort eine Auszeit, um die letzten eineinhalb Minuten zu besprechen. Die Auszeit trug Früchte: Vincent Hennen kam in der Ecke frei zum Wurf und traf den Dreier zur 75:74-Führung für die Wizards.
Doch erneut nutzte Nico Brauner eine kleine Unaufmerksamkeit der Wizards und traf direkt im Gegenzug einen Dreier zum 77:75. Die Wizards antworteten prompt und glichen wieder aus, doch wieder war es Brauner, der sich Platz für einen weiteren Dreier verschaffte und diesen zum 80:77 versenkte.
Ein Foul an Kapitän Stefan Ilzhöfer brachte die Wizards nochmals auf 78:80 heran. Nach einem schnellen Foul traf Mainz einen Freiwurf zum 81:78. Die Wizards nahmen ihre letzte Auszeit und besprachen die finale Aktion für die verbleibenden acht Sekunden. Doch die Zeit reichte nicht mehr aus, um die Verlängerung zu erzwingen.
„Es war ein sehr turbulentes Spiel mit einem bitteren Beigeschmack in den letzten vier Minuten. Leider konnten wir unsere Negativserie nicht stoppen. Andererseits hat sich tabellarisch nichts verändert. Ich hoffe, dass wir im nächsten Spiel wieder mit Vitalii rechnen können und dann eine Reaktion zeigen“, so Seatovic.