Stadtderby II geht an den PSK
Das lang erwartete Stadtderby in der Lina-Radke-Halle ging klar an die Gastgeber vom PSK. Von Beginn an machten die Lions deutlich, welche Bedeutung dieses Spiel hatte, und traten hochkonzentriert sowie entschlossen auf. Die Wizards hingegen kamen nur schwer in die Partie und wirkten insgesamt zu langsam und enttäuschend.
Die KIT Basketballer mussten weiterhin mit den Folgen der vergangenen Wochen kämpfen. Neben den Ausfällen von Marcel Davis und Kapitän Stefan Ilzhöfer stand Niklas Weise erst seit Dienstag wieder im Trainingsbetrieb. Zudem konnte Goran Dosan aufgrund einer Knieverletzung infolge eines Infekts nur eingeschränkt eingesetzt werden.
„Wir haben zwar einiges zu bewältigen, aber die erste Halbzeit ist trotzdem nicht zufriedenstellend. Ich habe deutlich mehr erwartet. Der Wille war da, aber es fehlten Geduld und Disziplin. Der PSK war von der ersten Sekunde an entschlossen und nutzte unsere unstrukturierte Spielweise konsequent aus. Offensiv haben wir einfache Punkte liegen lassen und defensiv zu viele Fehler gemacht“, erklärte Headcoach Seatovic.
Die Unsicherheit der Wizards nutzte vor allem Doppellizenzspieler Pavle Pišić, der sich in der ersten Halbzeit kaum einen Fehlwurf leistete. Insgesamt gehörte die erste Hälfte klar den Gastgebern, die mit einer verdienten 44:28-Führung in die Kabine gingen.
Nach dem Seitenwechsel kamen die KIT Basketballer entschlossener aus der Kabine. Ein kleiner Lauf, angeführt von Goran Dosan, brachte ein erstes Lebenszeichen und verkürzte den Rückstand auf elf Punkte. Die Defensive stand nun deutlich stabiler, und die Wizards brachten mehr physische Präsenz aufs Parkett. In der entscheidenden Phase blieben jedoch erneut einfache Punkte nach Fastbreaks und gut herausgespielten Aktionen liegen. Die Lions bestraften dies konsequent und hielten ihren Vorsprung.
Im Schlussabschnitt keimte noch einmal Hoffnung auf, als die Wizards den Rückstand auf neun Punkte verkürzen konnten. Doch erneut fehlte die nötige Konsequenz, und Eigenfehler ließen den Hoffnungsfunken schnell wieder erlöschen. Anstatt ihre Größenvorteile auszuspielen und das Spieltempo zu kontrollieren, suchten die Wizards zu schnelle und meist schwierige Abschlüsse – was dem Gastgeber einfache Fastbreak-Punkte ermöglichte.
„Wir haben eine respektable zweite Halbzeit gespielt, aber in der ersten Hälfte auf allen Ebenen enttäuscht. Die jungen Lions haben gegen den Abstieg gekämpft und waren von der ersten Sekunde an bereit – wir nicht. Ein verdienter Sieg für den PSK und hoffentlich ein Weckruf für uns. Positiv war das Spiel von Niklas Weise, der trotz weniger Trainingseinheiten eine starke Leistung gezeigt hat. Leider haben wir ihn zu selten gefunden“, so Seatovic abschließend.
Am kommenden Samstag geht es für die Wizards wieder zuhause weiter. Gegner ist der MTV Stuttgart. Die Mannschaft will zurück in die Spur finden und hofft dabei auf die Unterstützung der Fans.