Wizards verlieren Topspiel gegen Schwenningen nach Verlängerung
Die Topbegegnung der Liga am gestrigen Samstag ging knapp an die Gäste aus Schwenningen. In einem packenden und intensiven Spiel setzten sich die Panthers nach Verlängerung mit 91:85 durch.
Nach einer echten Horror-Woche mit miserabler Trainingsbeteiligung aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle mussten die io College Wizards mit mehreren angeschlagenen Spielern und ohne ihren Center und „Wizards-Turm“ Niklas Weise antreten. Dennoch war dieser personelle Nachteil im ersten Viertel kaum zu erkennen.
Die Wizards starteten stark in die Partie und hielten dem aggressiven Pressing der Panthers gut stand. Mit einem schnellen 10:4 zeigten sie früh, dass sie bereit waren, dem Favoriten Paroli zu bieten. Vor allem das Duo Zurawski und Malschewskyi war in dieser Phase gefordert, da die Panthers versuchten, ihre Größenvorteile unter dem Korb konsequent auszuspielen.
„Hier hat uns Niklas klar gefehlt. Wir mussten unsere Rotation komplett umstellen und das Größendefizit kompensieren, was uns viel Kraft gekostet hat“, erklärte Headcoach Seatovic.
Das erste Viertel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit kleinen Runs auf beiden Seiten. Die Gäste sicherten sich am Ende einen minimalen Vorteil und gingen mit einer knappen 20:19-Führung in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt gehörte dann den Wizards. Die KIT Basketballer eröffneten das Viertel mit einem 6:0-Lauf und übernahmen die Kontrolle. Zwischenzeitlich wuchs die Führung auf bis zu neun Punkte an. Durch das Fehlen von Niklas Weise musste Coach Seatovic immer wieder auf kleinere Line-ups zurückgreifen. Zudem konnte Goran Dosan aufgrund eines Infekts kaum eingesetzt werden, nachdem er noch zwei Tage zuvor mit Fieber im Bett gelegen hatte. Dadurch fehlte den Wizards zusätzlich wichtige Physis – ein Umstand, der den Panthers entgegenkam. Dennoch kontrollierten die Wizards das Viertel und gingen mit einer verdienten 39:34-Führung in die Halbzeit.
Auch nach der Pause legten die Wizards direkt nach und erhöhten auf 44:34. Die Panthers zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und antworteten prompt mit einem 7:0-Lauf. Die Wizards behielten dennoch die Oberhand und hielten den Vorsprung konstant bei rund fünf Punkten. So endete das dritte Viertel mit 55:50 zugunsten der io College Wizards.
Der Schlussabschnitt entwickelte sich zu einem echten Krimi. Die Wizards verteidigten ihre knappe Führung, bis Panthers-Spieler Nikosi Wright zur „One-Man-Show“ ansetzte. Mit drei Dreiern brachte er die Gäste nach langer Zeit wieder in Führung und kippte das Momentum.
„Wir haben gut verteidigt und er hat trotzdem extrem schwierige Würfe getroffen. Wir konnten ihn im vierten Viertel einfach nicht stoppen“, so Seatovic.
Wright erzielte allein im vierten Viertel 16 Punkte und wurde zum Hauptproblem für die Wizards. Trotz der Rückschläge behielten die Gastgeber einen kühlen Kopf. Nach einer Auszeit und beim Stand von 79:77 aus Sicht der Panthers erzielte Sam Stockton den Ausgleich und rettete die Wizards in die Verlängerung.
Die Overtime spiegelte den Spielverlauf wider: hart umkämpfte Punkte, hohe Intensität und wenig Raum für Fehler. Die Wizards gingen zunächst in Führung und mobilisierten trotz der kurzen Rotation ihre letzten Kräfte, konnten diese jedoch nicht konsequent nutzen.
„Die ersten Anzeichen der Erschöpfung haben wir bereits zu Beginn des vierten Viertels gesehen. Die Jungs haben alles gegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Dadurch haben wir in den entscheidenden Phasen zu viele unnötige Fehler gemacht und einfache Punkte liegen lassen. Trotz der Niederlage war es ein Topspiel, und ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Sie hat großes Herz und starken Teamspirit gezeigt“, lobte Seatovic.
Die Panthers nutzten die Fehler der Gastgeber eiskalt aus und setzten sich mit einem 7:0-Lauf auf 86:81 ab. Die Wizards verkürzten nach einer weiteren Auszeit noch einmal auf 88:85, konnten das Spiel jedoch nicht mehr drehen.
„Die Panthers haben ihre Chancen konsequenter genutzt und waren im vierten Viertel konstanter als wir. Glückwunsch nach Schwenningen. Es war ein tolles Spiel für beide Teams – leider musste einer verlieren“, so die abschließenden Worte von Coach Seatovic.